Adesso beim Accessibility Day
Der Vortrag von adesso SE von Damaris Randecker und Darja Ferber beim neunten Accessibility Day zeigte, wie Künstliche Intelligenz bereits heute im Arbeitsalltag der digitalen Barrierefreiheit eingesetzt wird und wo ihre Grenzen liegen. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie KI bei wiederkehrenden Aufgaben in der Beratung unterstützen kann, ohne die menschliche Bewertung zu ersetzen.
KI kann bei der Erstellung von Problembeschreibungen für Barrierefreiheitsprüfungen, bei der Zusammenfassung komplexer Inhalte oder bei der Generierung von Untertiteln und Alternativtexten eingesetzt werden. Besonders spannend war der Einblick in das sogenannte Prompting, also die gezielte Kommunikation mit KI Systemen. Dabei wurde deutlich, dass gute Ergebnisse vor allem von präzisen und klar strukturierten Eingaben („Prompts“) abhängen. Durch das schrittweise Verfeinern von Prompts konnten ungenaue oder fehlerhafte Antworten deutlich verbessert werden.
Gleichzeitig wurde deutlich: KI kann Prozesse beschleunigen und Fleißarbeit reduzieren, ist aber keineswegs unfehlbar. Die Referentinnen machten darauf aufmerksam, dass KI überzeugend klingende, aber fachlich falsche Ergebnisse liefern kann und deshalb immer menschliche Kontrolle notwendig bleibt. Gerade im Bereich der Barrierefreiheit spielen Kontext, Erfahrung und echte Nutzerperspektiven weiterhin eine zentrale Rolle.
Ein weiterer spannender Aspekt war der Einsatz KI-gestützter Prüfwerkzeuge. Moderne Tools erkennen inzwischen auch komplexere Barrieren, etwa fehlerhafte Alternativtexte oder falsch ausgezeichnete Überschriften. Dennoch bleibt Barrierefreiheit ein Zusammenspiel aus Technologie, Fachwissen und menschlicher Bewertung.
Die vollständige Aufzeichnung des Vortrags finden Sie jetzt auf unserem YouTube Kanal: Vortrag ansehen (öffnet neues Fenster)
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