Von Unterstützung zu Teilhabe: Co-Design als Strategie
Beim Accessibility Day sprach Gregor Strutz über die Bedeutung von Co-Design für echte Inklusion. Unter dem Titel „Von Unterstützung zu Teilhabe: Co-Design als Strategie“ machte der Kommunikationsdesigner deutlich, dass barrierefreie Lösungen nur entstehen können, wenn Menschen mit Behinderungen aktiv in Gestaltungsprozesse eingebunden werden.
Strutz, der seit vielen Jahren im Bereich inklusives Design arbeitet, stellte verschiedene Praxisprojekte vor. Von barrierefreien Museumsangeboten bis hin zu integrierten Orientierungssystemen in öffentlichen Räumen. Besonders im Fokus stand dabei der neue „Campus Lebenshilfe Berlin“, an dessen Entwicklung Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam arbeiten. Im Vortrag wurde deutlich, dass Barrierefreiheit weit über technische Standards hinausgeht. Gerade Menschen mit kognitiven Einschränkungen seien in bestehenden Richtlinien oft unzureichend berücksichtigt. Für sie spielen neben verständlicher Sprache auch Orientierung, Stressreduktion und ein Gefühl von Sicherheit eine zentrale Rolle.
Ein zentrales Thema war außerdem die Rolle von Künstlicher Intelligenz. Strutz sieht in KI große Chancen für mehr Teilhabe, etwa durch automatische Übersetzungen oder digitale Assistenzsysteme. Gleichzeitig warnte er davor, bestehende Barrieren unkritisch in neue Technologien zu übernehmen. Inklusion funktioniert nur gemeinsam mit den Menschen, die betroffen sind. Partizipation und Co-Design sind deshalb keine Ergänzung, sondern die Grundlage für eine wirklich barrierefreie Gesellschaft.
Die vollständige Aufzeichnung des Vortrags finden Sie jetzt auf unserem YouTube Kanal: Vortrag ansehen (öffnet neues Fenster)
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