Von Unterstützung zu Teilhabe: Co-Design als Strategie

Beim Accessibility Day sprach Gregor Strutz über die Bedeutung von Co-Design für echte Inklusion. Unter dem Titel „Von Unterstützung zu Teilhabe: Co-Design als Strategie“ machte der Kommunikationsdesigner deutlich, dass barrierefreie Lösungen nur entstehen können, wenn Menschen mit Behinderungen aktiv in Gestaltungsprozesse eingebunden werden.

Strutz, der seit vielen Jahren im Bereich inklusives Design arbeitet, stellte verschiedene Praxisprojekte vor. Von barrierefreien Museumsangeboten bis hin zu integrierten Orientierungssystemen in öffentlichen Räumen. Besonders im Fokus stand dabei der neue „Campus Lebenshilfe Berlin“, an dessen Entwicklung Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam arbeiten. Im Vortrag wurde deutlich, dass Barrierefreiheit weit über technische Standards hinausgeht. Gerade Menschen mit kognitiven Einschränkungen seien in bestehenden Richtlinien oft unzureichend berücksichtigt. Für sie spielen neben verständlicher Sprache auch Orientierung, Stressreduktion und ein Gefühl von Sicherheit eine zentrale Rolle.

Ein zentrales Thema war außerdem die Rolle von Künstlicher Intelligenz. Strutz sieht in KI große Chancen für mehr Teilhabe, etwa durch automatische Übersetzungen oder digitale Assistenzsysteme. Gleichzeitig warnte er davor, bestehende Barrieren unkritisch in neue Technologien zu übernehmen. Inklusion funktioniert nur gemeinsam mit den Menschen, die betroffen sind. Partizipation und Co-Design sind deshalb keine Ergänzung, sondern die Grundlage für eine wirklich barrierefreie Gesellschaft.

Die vollständige Aufzeichnung des Vortrags finden Sie jetzt auf unserem YouTube Kanal: Vortrag ansehen (öffnet neues Fenster)

Webinar-Serie im Juni: Barrierefreie öffentliche Räume

Das Kompetenzzentrum veranstaltet im Juni in Kooperation mit Accessible EU eine Reihe von Webinaren zum Thema „Barrierefreie öffentliche Räume – für alle zugänglich und erlebbar“.

Wir beschäftigen uns an vier Online-Terminen (in ZOOM) mit der Frage, wie man inklusive Räume und Umgebungen in der Öffentlichkeit gestalten kann. Wir gehen vor allem auf die Bereiche öffentliche Institutionen, Tourismus, Selbstbedienungsterminals und Ticketautomaten und Bibliotheken ein. Die Webinar-Serie beginnt am 03.06.2026 um 14.00 Uhr und wiederholt sich dreimal wöchentlich.

Die Termine der Webinar-Reihe finden sich hier. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Für Schnellentschlossene: Knowledge Badge-Prüfungen im Juni/Juli

Es sind noch Plätze frei bei den Prüfungen zum Knowledge-Badge „Barrierefrei Lehren“ (KB-BFL) und zum Knowledge Badge „European Accessibility Act“ (KB-EAA): Zur Prüfung anmelden. Die Prüfungsgebühren sind im Bereich 50-200€ je nachdem, für welche Prüfung man sich anmeldet und ob man IAAP-Mitglied ist.

Der Prüfungszeitraum ist Juni-Juli 2026. Unter anderem finden zwei Prüfungen in Stuttgart an der Hochschule der Medien statt: Am Freitag 26.06.2026 um 14.00 Uhr (KB-EAA), und am 24.07.2026 um 14.00 Uhr (KB-BFL). Weitere Prüfungstermine siehe Knowledge-Badge „Barrierefrei Lehren“ (KB-BFL) und Knowledge Badge „European Accessibility Act“ (KB-EAA).

Die Knowledge Badges sind eine Ergänzung zu den IAAP-Zertifikaten (CPACC, WAS, ADS). Sie sind vom Lernumfang kleiner als die IAAP-Zertifikate und adressieren spezifische Anwendungsfelder für digitale Barrierefreiheit. Zum KB-BFL gibt es einen Syllabus und einen kostenlosen Online-Lernkurs. Zum KB-EAA gibt es zurzeit nur einen Syllabus; im Herbst findet ein kostenpflichtiger Weiterbildungskurs von der Hochschule der Medien in Stuttgart statt.

Syllabi und weitere Informationen zu den Knowledge Badges auf github:

Kommende Termine

Was können wir für Sie tun?

Welche Themen rund um digitale Barrierefreiheit interessieren Sie besonders?

Teilen Sie uns Ihre Wünsche gerne über unsere Umfrage mit. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Herzliche Grüße

Gottfried Zimmermann, Leandra Kraft und das Team des Kompetenzzentrums

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